Qualität zahlt sich aus

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist eine bedeutende Entscheidung mit langfristigen Auswirkungen. Deshalb ist es entscheidend, sich nicht nur vom Preis und verlockenden Angeboten leiten zu lassen. Denn Solarmodul ist nicht gleich Solarmodul – die Qualität und Leistungsfähigkeit können erheblich variieren.

Genaugenommen gibt es zwei wesentliche Bauarten der Module: Erstere sind klassische Glas-Folie-Module, diese bestehen typischerweise aus einer Glasschicht auf der Vorderseite und einer Plastikfolie (meist EVA, Ethylen-Vinyl-Acetat) auf der Rückseite. Die Elektroden sind auf der Vorderseite verlötet.

Zweitere sind Doppelglasmodule. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Modulen, besteht hier auch die Rückseite aus einer Glasschicht.

Bei Glas-Glas-Modulen wird die Folie und die Rückwand durch eine Glasplatte ersetzt. Zudem sind die Elektroden auf der Unterseite der Glaswand verlötet.

Diese Technologie bringt mehrere Vorteile:

Langlebiger – Die Plastikfolie bei herkömmlichen Modulen kann im Laufe der Zeit durch UV-Strahlung und Witterungseinflüsse beschädigt werden, was ihre Lebensdauer verkürzt. Doppelglasmodule sind dank der doppelten Verglasung deutlich langlebiger und widerstandsfähiger, was zu einer Lebensdauer von 30 Jahren und mehr führt.

Effizienz und Leistung – Herkömmliche Module können bei höheren Temperaturen an Effizienz verlieren. Doppelglasmodule hingegen haben einen besseren Temperaturkoeffizienten (-0,29 %/°C), was bedeutet, dass ihre Leistung bei hohen Temperaturen weniger stark abnimmt. Zudem weisen sie eine geringere Degradation auf: Im ersten Jahr weniger als 1 % Leistungsverlust und danach nur etwa 0,35 % pro Jahr.

Die Optik – Doppelglasmodulde sind durchgehend schwarz ohne sichtbare metallische Ränder und bläuliche Zellen. Sie bieten ein eleganteres Aussehen und integrieren sich besser in das Design von Gebäuden.

Kosten – Zwar sind herkömmliche Module in der Anschaffung günstiger, doch die langfristigen Wartungs- und Ersatzkosten können höher ausfallen. Doppelglasmodule sind in der Anschaffung geringfügig teurer, amortisieren sich jedoch durch ihre längere Lebensdauer und geringere Wartungskosten.